allTEIL C

 

Elektro- und Solarschiffe (XVII)

2022



Das slowenische Superyacht-Studio VOM Creations Yacht Design aus Ljubljana stellt im Januar 2022 sein Konzept VOLO Electric Water Taxi öffentlich vor, das als nachhaltiges, vollelektrisches Wassertaxi für Flüsse, Seen und Offshore-Routen beschrieben wird. Die Schiffsarchitektur stammt von Justin Yacht Design, die Technik von ALPHA Creations Engineering.

VOLO Electric Water Taxi Grafik

VOLO Electric Water Taxi
(Grafik)

Das von Jalen Vogelnik und Egon Muric gegründete Studio zeigt ein vielseitiges, elektrisch angetriebenes Wasserfahrzeug, das aus Biopolymeren, Hanf-Kunststoff und anderen nachhaltigen Materialien hergestellt wird. Seine Antriebstechnologie basiert auf einer Kombination aus Lithium-Ionen-Batterien und Solarenergie und soll eine 90 %-ige Energiereduktion im Vergleich zu ähnlichen E-Booten auf dem Markt bieten.

Das Antriebssystem mit leistungsstarken Elektromotoren ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h und eine Reichweite von bis zu 25 Stunden mit einer einzigen Batterie. Genauere technische Details werden nicht veröffentlicht. Das Doppelhüllen-Schiffsdesign (Small Waterplane Area Twin Hull, SWATH) minimiert den Rumpfquerschnitt an der Wasseroberfläche.

Der Innenraum ist so konzipiert, daß er situativ anpaßbare Sitzplätze für bis zu 90 Passagiere bietet. Das Innendesign ist aber auch für den Transport von Massengütern geeignet. Die Firma will den Wasserbus auch in verschiedenen kleineren Modellgrößen anbieten: für 15, 25 und 45 Fahrgäste.

Im März 2025 wird das Video einer weiterentwickelten Version veröffentlicht, außerdem sind auf der Firmenhomepage Fotos eines in Betrieb befindlichen Modells zu sehen, über das aber keine Einzelheiten zu finden sind.


Anfang Februar 2022 gibt die deutsche Firma HGK Shipping den Bau eines Gastankschiffs in Auftrag, das mit einem diesel-elektrischen Antrieb ausgestattet werden soll. Die Indienststellung der Gas 95, um verflüssigte Gase zwischen den ARA-Häfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam und der Rhein-Region zu transportieren, ist für das dritte bis vierte Quartal 2023 geplant.

Die neue Gas 95 ist nach der im Jahr 2021 in Dienst gestellten Gas 94 das bereits zweite Gastankschiff der HGK Shipping, das eine extrem tiefgangoptimierte Konstruktion mit einem alternativen Antrieb verbindet. Es zeichnet sich durch eine besonders große Flexibilität aus, denn mit seinen Dimensionen von 110 m Länge und 11,45 m Breite, der Charakteristik, auch bei niedrigen Tiefgängen fahrfähig zu bleiben, sowie der Konzeption des Ladungssystems eignet sich das Gastankschiff auch für den Einsatz in den Kanälen Westeuropas.

Die Idee für das Schiff kommt von der HGK selbst, und Konzeption, Grundidee und das Engineering des Neubaus entstanden im Design Center des Unternehmens. Noch in diesem Jahr soll die Beauftragung eines dritten Gastankschiffs – der Gas 96 – erfolgen, vier weitere – die Gas 97 bis Gas 100 – sind bereits in Planung und sollen in den kommenden Jahren nach und nach realisiert werden.


Ebenfalls im Februar 2022 stellt das Architektur- und Designstudio Kreatif Design aus Vrhnika, Slowenien, einen solarbetriebenen Katamaran vor, der als der „erschwinglichste der Welt“ auf den Markt gebracht werden soll.

Ziel ist es, den Seeverkehr auf den Großen Seen in Afrika zu revolutionieren. Ein Wasserkraftunternehmen aus Ruanda hatte sich an Kreatif Design gewandt, um ein emissionsfreies Schiff zu entwerfen, das die Lebensbedingungen der Menschen rund um die Seen von Malawi, Victoria, Tanganyika und Kivu deutlich verbessert.

Diese vier Seen sind insgesamt 33.000 km2 groß und werden von mehr als 2.000 Tierarten bewohnt. Die Seen liefern auch Nahrung für Millionen von Menschen in der Region. Außerdem sind sie für den Transport von Menschen und Gütern von entscheidender Bedeutung. Boote und Schiffe, die mit Dieselkraftstoff betrieben werden, haben allerdings erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt.

Der als Lösung entworfene Solarkatamaran AMAZI besteht aus leichtem, stoßfestem Polyethylen (HDPE) als Hauptbaumaterial, ist 6 m lang und hat eine Tragfähigkeit von einer Tonne. Er wird von einem Elektromotor mit 6 - 10 kW angetrieben, kann mit einer Geschwindigkeit von 6 - 12 Knoten fahren und hat mit seinen von Tesla entwickelten 100 Ah Lithium-Powerwall-Batterien eine Reichweite von 40 km. Dazu befinden sich auf dem Dach zehn Solarpaneele, die bis zu 4 kW Strom liefern.

Eine App namens AmaziApp kümmert sich um die Navigation, die Motorleistung, die Batterie- und Ladeoptimierung, die Reichweitenberechnung, die Kalibrierung der optimalen Geschwindigkeit und vieles mehr. Über eine Realisierung ist bislang nichts bekannt.


Im März 2022 erscheint erstmals die von Steven Henderson und Mike Carter, Absolventen der US Merchant Marine Academy, im Vorjahr gegründete Firma Fleetzero in den Fachblogs, als Anbieter modularer Hybrid- und Elektro-Antriebssysteme für Schiffe. Das Unternehmen mit Fokus auf Elektrifizierung und Autonomie, das in New Orleans, Louisiana, beheimatet ist, hat einen 2 MWh Lithium-Eisen-Phosphat-Akku entwickelt, der in einen 20 Fuß-Seecontainer mit halber Höhe paßt und etwa 8 Tonnen wiegt. Das Innere des Containers ist besonders gegen Stöße und andere Erschütterungen gesichert und verfügt über einen eigenen Brandschutz.

Fleetzero-Schiff Grafik

Fleetzero-Schiff
(Grafik)

Die Idee ist einfach: Man lädt genügend Batterie-Container an Bord oder schleppt sie auf einem Lastkahn hinter dem Schiff her, um eine Seereise zu bewältigen, und tauscht sie, wenn sie leer sind, gegen voll aufgeladene Ersatzakkus aus, während das Schiff im Hafen liegt, um Fracht zu laden oder zu löschen. Die entladenen Batterien können dann vor Ort im Hafen wieder geladen werden, um für das nächste Schiff bereitzustehen. Die Idee selbst ist aber nicht neu und begegnete uns bereits mehrfach in früheren Jahresübersichten.

Elektrische Antriebssysteme sind mechanisch einfacher und daher auch wartungsärmer als herkömmliche Antriebe. Außerdem entfällt der Bedarf an Tanks für Kraftstoff und Ballastwasser, was mehr Platz für Fracht zur Folge hat. Ballastwasser wird bei Schiffen mit herkömmlichem Antrieb benötigt, um das Gewicht des verbrauchten Treibstoffes auszugleichen, und ist u.a. für das Einbringen fremder Tier- und Pflanzenarten in andere Ökosysteme verantwortlich.

Die Gründer behaupten, daß ihr System kostentechnisch mit dem Fernverkehr per Lkw zwischen Hafenstädten konkurrieren kann. Zudem habe das Containerbatteriesystem bereits die Zulassung des American Bureau of Shipping für den Schiffsantrieb erhalten. Bisher hat Fleetzero 3,5 Mio. $ eingesammelt. Im nächsten Schritt geht es darum, eine Reihe der Batteriepakete auf ein Schiff zu laden und den gesamten Transport- und Austauschprozeß von Anfang bis Ende zu testen. Mitte 2023 soll ein erstes entsprechend umgerüstetes Schiff auf Jungfernfahrt gehen.

Wenn dies geschehen ist und die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen, will das Unternehmen im Jahr 2025 mit der Umrüstung und Inbetriebnahme von Schiffen beginnen.

Tatsächlich kauft Fleetzero 2022 für rund 6 Mio. $ ein 2007 gebautes, 81 m langes AHTS-Schiff (Anchor Handling Tug Supply) namens John Coghill, das anschließend mit den Leviathan genannten Batteriepaketen nachgerüstet und in Pacific Joule umbenannt wird. Es wird als primäres Testschiff für die Demonstration und Validierung der Batterietechnologie eingesetzt und ist ab 2024 Teil eines Chartervertrags mit der britischen Schiffscharter- und Schiffsmanagementfirma Atlantic Oceanic LLC.

Im März 2025 schließt Fleetzero mit der AET (früher: American Eagle Tankers), einem Eigentümer und Betreiber von Seeverkehrsanlagen, eine Vereinbarung zur Entwicklung des weltweit reichweitenstärksten Plug-in-Hybrid-Elektroschiffs. Im Rahmen der Vereinbarung soll eines der Lightering Support Vessels (LSV) von AET mit einem entsprechenden Elektroantriebssystem nachgerüstet werden.

Fleetzero erhält Anfang 2026 in einer Finanzierungsrunde A von Investoren wie der kalifornischen Firma Obvious Ventures, dem Schiffahrtsriesen A.P. Moller-Maersk sowie den US-Unternehmen 8090 Industries, Breakthrough Energy Ventures und Y Combinator 43 Mio. $, zieht nach Houston, Texas, und eröffnet dort ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für marine Robotik, Autonomie und Schiffsantriebe sowie eine neue Fabrik für marine ESS-Systeme mit einer anfänglichen Kapazität von 300 MWh/Jahr, die in den nächsten fünf Jahren auf bis zu drei GWh/Jahr erweitert werden soll.

Auf der Firmenhomepage wird nun ein 5,8 MWh Akku-Container gezeigt, in dessen Inneren sich 72,4 kWh Leviathan-Module befinden, die zu 579 kWh Strings zusammengefaßt sind, von denen dann zehn Stück den Batterie-Container bilden.


In diesem Zusammenhang ist auch eine Meldung vom Juli 2023 zu erwähnen, der zufolge der chinesische Schiffbauer COSCO Shipping Heavy Industry (o. COSCO Shipping Corp. Ltd.) in der Werft in Yangzhou das größte vollelektrische Containerschiff der Welt zu Wasser gelassen hat, das ebenfalls von Akkucontainern mit Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien mit Strom versorgt wird. Es soll auf einer 1.000 km langen Route auf dem Fluß Jangtse von Shanghai nach Wuhan und im Ostchinesischen Meer eingesetzt werden. Da es sich um ein Zubringerschiff handelt, das in eher flachen Gewässern verkehrt, weist es einen geringen Tiefgang von nur 5,5 m auf. Die Länge beträgt ca. 120 m, die Breite 23,6 m, und das Gewicht 10.000 Tonnen.

Das Schiff trägt den Namen N997 und kann insgesamt 700 Standardcontainer mit einer Größe von 20 Fuß transportieren. Es ist das erste von zwei Flußcontainerschiffen, die für das im Dezember 2022 in Angriff genommene Pilotprojekt gebaut werden. Der Bau von N998, dem zweiten Schiff der Klasse, begann bereits im Mai. Eingesetzt werden die Schiffe von der Reederei Shanghai Pan Asia Shipping, einer Tochtergesellschaft von COSCO.

Die Energieversorgung ist in 36 austauschbaren Akkucontainern mit jeweils 1,39 MWh (andere Quellen: 1,9 MWh) untergebracht, die ungefähr 5 % der Ladefläche für sich in Anspruch nehmen. Die insgesamt 50 MWh treiben zwei 900 kW Motoren an. Das Schiff lädt unterwegs nicht auf, sondern die Besatzung tauscht die Batterien per Kran, die dafür entlang der Fahrstrecke verteilt wurden, an Orten, wo ein geplanter Frachtumschlag erfolgt. Die Seerprobung des Schiffes und die Überprüfung des Energiesystems sollen Ende September beginnen.

COSCO hatte übrigens bereits im Februar dieses Jahres die China Electric Ship Innovation Alliance gegründet. Die Mitglieder repräsentieren mehr als 80 Unternehmen aus Branchen wie Elektroantriebe, Schiffskonstruktion und -bau, Hafen- und Terminalbetrieb, wissenschaftliche Einrichtungen, Lieferanten von Elektrobatterien sowie Investitionen und Finanzierung der Industrie.

In den regulären Betrieb mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 19 km/h geht das zwischenzeitlich auf den Namen Greenwater 01 getaufte COSCO-Schiff im Mai 2024.


Ebenfalls im März 2022 wird von dem norwegischen, in Oslo ansässigen Anbieter für Expeditionsseereisen Hurtigruten Norway anläßlich seines 130-jährigen Bestehens erstmals das Projekt Sea Zero vorgestellt, ein emissionsfreies Kreuzfahrtschiff mit riesigen Solarsegeln, das 2030 auf hoher See fahren soll.

Das gemeinsam mit zwölf führenden Unternehmen der Branche und dem Forschungsinstitut SINTEF entwickelte neue Elektroschiff mit einer Länge von 135 m (andere Quellen: 143 m) wird 270 Kabinen für bis zu 500 Gäste sowie Kabinen für 99 Besatzungsmitglieder haben. Die Passagiere erwartet ein hoher Komfort, zudem werden sie in der Lage sein, ihren eigenen Wasser- und Energieverbrauch über eine mobile App zu verfolgen. Immerhin verbrauchen die Unterkünfte 50 % der verfügbaren Energie. Es wird auch einen großen Laderaum und die Möglichkeit zum Transport einer großen Anzahl von Autos geben.

Das Schiff soll mit einem 60 MWh Batteriepaket ausgestattet werden, das im Hafen mit sauberer Energie aus Norwegens reichhaltigem Angebot an Wasserkraft aufgeladen wird, wobei es mit einer Batterieladung rund 650 km zurücklegen kann. Der Batteriestand wird auch außerhalb, an den Seiten des Schiffsrumpfs angezeigt.

Darüber hinaus wird das KI-unterstützte Schiff mit drei einziehbaren, autonomen Segeln ausgestattet, die zusätzliche Energie aus der Sonne und aus dem Wind erzeugen. Mit einer Höhe von rund 50 m werden die Anlagen etwa 1.500 m2 an Solarzellen umfassen und eine Gesamtwindfläche von etwa 750 m2 bieten. Schätzungen zufolge können die Segel den Energieverbrauch um etwa 10 % senken, während die an den Segeln angebrachten Solarzellen weitere Energieeinsparungen von 2 - 3 % ermöglichen.

Sea Zero Grafik

Sea Zero
(Grafik)

Das Projekt tritt nun in eine zweijährige Phase ein, in der die vorgeschlagenen Technologien getestet und im Hinblick auf das endgültige Schiff weiterentwickelt werden, bevor das Design im Jahr 2026 fertiggestellt wird. Dabei konzentriert sich die Forschungs- und Entwicklungsphase auf die Batterieproduktion, die Antriebstechnologie, das Rumpfdesign und diverse Praktiken, die den Energieverbrauch auf ein absolutes Minimum reduzieren.

Zu den weiteren Technologien, die auf dem Kreuzfahrtschiff zu finden sein werden, gehören gegenläufige, im Rumpf versenkbare Propeller und zwei Bugstrahler am Heck für bessere Manövrierfähigkeit im Hafenbetrieb. Darüber hinaus werden eine Luftschmierung, die zu einer Energieeinsparung von 5 - 10 % führen soll, eine fortschrittliche Rumpfbeschichtung und eine proaktive Rumpfreinigung zum Einsatz kommen.

Der Bau des batteriebetriebenen Kreuzfahrtschiffs soll dann 2027 beginnen. Sobald das Projekt Sea Zero Realität geworden ist, plant Hurtigruten, die gesamte Flotte aus sieben Kreuzfahrtschiffen auf Elektroantrieb umzurüsten. Über das schon vor Längerem in Betrieb genommene Expeditionsschiff Roald Amundsen mit Hybridantrieb wurde bereits in der Übersicht 2018 berichtet (s.d.).

Im Sommer 2022 wird gemeinsam mit dem SINTEF eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, bei der die vielversprechendsten Technologien für das zukünftige Kreuzfahrtschiff ermittelt werden. Im Sommer 2023 folgen neue Renderings mit nur zwei Segeln bzw. mit umklappbaren Versionen, die unter dem Namen OceanWings bekannt sind und bereits auf Frachtschiffen eingesetzt werden. Im Oktober 2024 informiert Hurtigruten über aktualisierte Pläne, die Umsetzung hat bislang aber noch nicht begonnen.


Der spanische Elektroboot-Hersteller ZEN Yachts (o. Zero Emission Nautic Ltd.) gibt im März 2022 bekannt, daß er die erste Bestellung für sein Flaggschiff, den solarbetriebenen, hochseetauglichen Elektrokatamaran ZEN50 (o. Zen50), erhalten habe. Um die Popularität von emissionsfreien Yachten auf dem Wasser voranzutreiben, kombiniert die erst im Vorjahr gegründete und in Malta eingetragene Firma mit Hauptsitz in Barcelona den Elektroantrieb mit Wingsails.

Der über 15,7 m lange, von dem Schiffbauingenieur Julien Mélot entworfene ZEN50 besitzt einen Rumpf aus Kohlefaser und Corecell-Verbundwerkstoff, der bei Hochleistungskatamaranen genutzt wird, und bietet bis zu zwölf Passagieren eine luxuriöse Ausstattung. Hervorgehoben werden Doppelkabinen mit eigenem Bad, zwei Küchen und drei Eßbereichen, sowie Starlink-Internet von SpaceX. Es gibt auch eine Meerwasserentsalzungsanlage.

Die Luxusyacht verfügt über zwei 40 kW Elektromotoren, ein 160 kWh Lithiumbatteriepaket sowie eine 5 - 10 kWh Backup-Batterie, die dafür sorgt, daß Navigation und Kommunikation mit Strom versorgt werden, während sie gleichzeitig den Betrieb des Wingsails unterstützt. Die Akkus werden durch das 16 kW (andere Quellen: 18 kW) PV-Dach gespeist, so daß der Elektrokatamaran im Solar-/Batteriebetrieb mit einer Reisegeschwindigkeit von 4,5 - 5 Knoten fahren kann. Im Solar- und Flügelsegelbetrieb sind 6 - 10 Knoten drin. Mit reiner Motorkraft soll das Freizeitboot eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten erreichen.

Auch bei diesem Schiff wird das elektrische Antriebssystem von einem vollautomatischen OceansWings-Hightech-Flügelsegel unterstützt. Damit ist die ZEN-Yacht das erste serienmäßige Freizeitboot mit dieser Wingsail-Technologie, mit der sich die Höchstgeschwindigkeit auf 14 Knoten erhöhen läßt.

Der ZEN50 kann mit einem elektrischen Beiboot, einem elektrischen Wasserscooter, E-Jet-Boards und E-Foils ausgestattet werden, zudem gibt es einen bordeigenen Tauchkompressor. Der Katamaran wird in den Konfigurationen Racer, Cruiser und Explorer angeboten und ist mit oder ohne Wingsail erhältlich. Die Preise beginnen bei 1,6 Mio. $. Das erste Exemplar wird derzeit in der Nähe von Barcelona, Spanien, gebaut und soll Anfang 2023 vom Stapel laufen. Die Arbeit an einer zweiten Yacht soll beginnen, sobald die erste aus der Form kommt. Dies verschiebt sich aufgrund einer Produktionsumstellung bei den Rümpfen auf 2024.

Im März 2023 gibt ZEN Yachts den Abschluß einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 5,5 Mio. € bekannt, die vollständig von der Ocean Zero LLC eingebracht wurden, die speziell in junge Unternehmen investiert, die an der Dekarbonisierung des Transports über die Ozeane, Flüsse und Meere unseres Planeten arbeiten. Außerdem ist der ZEN50 Gewinner des Gustave Trouvé Award 2023 für herausragende Leistungen bei Elektrobooten.

Yangtze River Three Gorges 1

Yangtze River
Three Gorges 1

Wie im März 2022 berichtet wird, hat in Yichang, in der Provinz Hubei in China, jüngst ein E-Kreuzfahrtschiff seine Jungfernfahrt absolviert, das als das „größte elektrische Kreuzfahrtschiff der Welt“ bezeichnet wird.

Die Yangtze River Three Gorges 1 ist 100 m lang, 16,3 m breit, bietet Platz für 1.300 Passagiere und soll hauptsächlich für touristische Fahrten auf dem Fluß Jangtse eingesetzt werden. Entwickelt wurde das Schiff mit einer Investition von rund 23,5 Mio. $ von China Yangtze Power, einer Tochtergesellschaft der China Three Gorges Corp., und der Hubei Three Gorges Tourism Group.

Das Schiff wird von einer Batterie mit einer Kapazität von 7,5 MWh mit Strom versorgt und soll mit einer einzigen Ladung 100 km weit fahren können. Der saubere Strom zum Betrieb des Wasserfahrzeugs kommt aus dem Drei-Schluchten-Staudamm, der sich in der Region befindet.


Ebenfalls im März 2022 beginnen auf der Moskwa Probefahrten mit den Schiffen des neuen Moskauer Flußschiffahrtsnetzes (Регулярный речной транспорт Москвы), das ganzjährig Flußstraßenbahnen auf der Moskwa betreibt. Es wird von der Passenger Port OJSC, einer Tochter des russischen Kreuzfahrtunternehmens und Betreibers von Flußkreuzfahrtlinien Vodohod, für das Verkehrsministerium Moskau betrieben und ist in das öffentliche Verkehrssystem der Stadt integriert.

Flußstraßenbahnen auf der Moskwa

Flußstraßenbahnen
auf der Moskwa

Zum Hintergrund: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die ehemals staatlichen Flußstraßenbahnen (Tramvaichiki) entweder von privaten Betreibern aufgekauft oder aufgegeben. Im Jahr 2020 unterstützte die Moskauer Regierung eine Initiative zur Wiederbelebung des regelmäßigen Flußverkehrs nach 16 Jahren Pause, wobei die erste Linie zwischen Fili Park und Kievsky bereits Ende des Jahres eröffnet werden sollte, was sich durch die COVID-Panik allerdings verzögerte.

Im Jahr 2021 wurde die erste, auf den Namen Sinichka getaufte, elektrische Straßenbahn des Projekts TFRP.401 vorgestellt, die von der auf umweltfreundliche elektrische Fahrgastschiffe spezialisierten Sankt Petersburger Werft Emperium Shipyard gebaut worden war. Im Dezember unterzeichnete die Moskauer Regierung eine Vereinbarung mit Vodohod über die Bereitstellung von Fahrgastschiffen, Liegeplätzen und der dazugehörigen Infrastruktur.

Die 21 m langen, 6,2 m breiten und 40 Tonnen schweren Aluminium-Katamarane werden jeweils von zwei 134 kW Elektromotoren angetrieben, die von 500 kWh Lithium-Eisenphosphat-Batterien gespeist werden, und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 12 Knoten. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 10 Knoten, die Reichweite 150 km.

Jedes Schiff hat eine zweiköpfige Besatzung und eine Passagierkapazität von bis zu 80 Personen mit 42 Sitzplätzen, die mit Informationsbildschirmen, drahtlosen Ladegeräten und Steckdosen ausgestattet sind. Es gibt kostenlose drahtlose Internetdienste, eine Toilette und einen Wasserspender. Auch Einrichtungen für die Unterbringung von E-Scootern und Fahrrädern sind vorhanden. Auf dem offenen Oberdeck ist das Rauchen erlaubt.

Die Anlegestellen bestehen aus kleinen oder größeren Schwimmstegen, sind klimatisiert und verfügen über sanitäre Einrichtungen, wobei die großen Anlegestellen zusätzlich mit einem Café und einer Stromtankstelle ausgestattet sind.

Bis Dezember 2022 legen die Sinichka und ihr Schwesterschiff Filka im Zuge ihrer Testfahrten rund 7.000 km auf der Moskwa zurück, auch unter Eisbedingungen. Später kommt noch die Presnya dazu, wobei alle drei Wasserstraßenbahnen nach Moskauer Flüssen benannt sind.

Ursprünglich sollte das Netz bereits im Juli 2022 in Betrieb genommen werden, die offizielle Eröffnung findet jedoch erst am 20. Juni 2023 statt, dem 100. Jahrestag der ersten sowjetischen Flußstraßenbahnen im Jahr 1923. Eine Woche lang kann nun jeder eine kostenlose Fahrt mit den „ersten ganzjährig betriebenen Elektrobooten der Welt“ machen. Im November treffen vier weitere Elektroschiffe in der Hauptstadt ein, um das ganze Jahr über auf den regulären Flußrouten zu fahren. Die Schiffe mit den Namen Serebrjanka, Schmelewka, Lublinka und Kusnezowka haben für die Fahrt von der Werft bei St. Petersburg bis nach Moskau etwa zwei Wochen gebraucht.

Anfang 2026 sind bereits 26 Boote auf drei Linien zwischen 23 Stationen im gesamten Stadtgebiet und nahe gelegenen Gemeinden unterwegs, zu denen auch die abgebildete Ramenka gehört. Eine vierte Linie ist in Planung.


Im Juni 2022 folgt die Vorstellung des Entwurfs eines Luxus-Katamarans für den italienischen Schiffbauer Rossinavi durch das weltbekannte Büro Zaha Hadid Architects (ZHA). Der zumindest auf kürzeren Tagesausflügen vollständig mit Solarenergie betriebene Oneiric wird, sofern er tatsächlich gebaut wird, eine Gesamtlänge von 44 m haben, 13,75 m breit sein und hauptsächlich aus Aluminium bestehen. Die Gesamtform mit ihren fließenden Linien erinnert an die architektonischen Arbeiten des Büros.

Der Katamaran bietet viel Platz zum Entspannen, mehrere Eßbereiche innen und außen, einen einfachen Zugang zum Meer zum Schwimmen, ein Mini-Kino, eine große Eignerkabine mit eigenem Bad, vier Gästekabinen und ebenso viele Crew-Kabinen. Der geräumige Hauptsalon soll mit hochwertigen, maßgefertigten Leichtbaumöbeln ausgestattet werden.

Technische Details sind in diesem frühen Stadium noch nicht bekannt, aber der Oneiric soll durch eine nicht näher spezifizierte Form des Elektroantriebs angetrieben werden, mit einem Standard-Benzinmotor als Backup. Darüber hinaus sind drei Ebenen von Solarzellen nahtlos in das Design integriert, um ein hocheffizientes Akkupaket aufzuladen, obwohl ZHA auch hier keine Angaben zu den Solarzellen oder der Batteriekapazität macht. Auf Transatlantiküberquerungen soll die Yacht 70 - 80 % der Zeit vollelektrisch fahren können.

Ein KI-gesteuertes Kontrollzentrum überwacht den Energieverbrauch und den Batteriestatus und beobachtet die Umweltbedingungen, um Empfehlungen für eine möglichst nachhaltige Navigation zu geben. Die Solarpaneele, die die Batterie während des Tages kontinuierlich aufladen, sind auch für die Zeiten gedacht, in denen die Yacht nicht in Betrieb ist, und können, wenn sie vor Anker liegt, eine Familienvilla an Land mit Strom versorgen. Die voraussichtlichen Kosten sind bislang nicht bekanntgegeben worden.

Dafür zeigt Rossinavi im Rahmen seiner kürzlich eingeführten BluE-Philosophie auf der Monaco Yacht Show 2022 im September in Monte Carlo ein kleines Modell der Oneiric. Der Schiffbauer hatte schon Anfang dieses Jahres an der Universität Göteborg in Schweden Tankversuche mit einem maßstabsgetreuen Modell des Katamarans durchgeführt. Dieser soll nun zusammen mit einem weiteren Modell namens Sea Cat eine neue Familie von elektrischen und nachhaltigen Katamaranen begründen.


Ebenfalls im Juni 2022 läßt die südkoreanische Werft Hyundai Mipo Dockyard (HMD), die zur Hyundai Heavy Industries Group (HHI) gehört, gleich zwei elektrisch betriebene Passagierschiffe vom Stapel. Die neuen Schiffe sind mit Stromerzeugungsmotoren und Speicherbatterien ausgestattet, wobei ein hybrides Batteriesystem den gespeicherten Strom beim An- und Ablegen sowie in Notfällen nutzt.

Manxman

Manxman

Bei einem der Schiffe handelt es sich um ein RO-RO-Passagierschiff, das im August 2020 von Steam Packet (o. Isle of Man Steam Packet Co.), der ältesten, seit 1830 durchgehend betriebenen Passagierschiffsgesellschaft der Welt, bestellt worden war, um in der Irischen See eingesetzt zu werden. Die neue Fähre namens Manxman soll nach ihrer Auslieferung die 1998 gebaute Ben-my-Chree ersetzen.

Das Schiff verfügt über einen Hybridantrieb aus dieselelektrischem und Batterieantrieb. Für die Stromerzeugung stehen zwei Achtzylinder- und zwei Zehnzylinder-Dieselmotoren zur Verfügung, die jeweils einen Generator antreiben, die wiederum die beiden elektrischen Propeller-Antriebsmotoren mit jeweils 7,85 MW Leistung antreiben und das Bordnetz versorgen. Zudem ist das Schiff mit drei elektrischen Bugstrahlrudern von jeweils 1,2 MW Leistung ausgestattet.

Mit einer Länge von 133 m, einer Breite von 25,7 m und einer Höhe von 14,7 m kann die Manxman bei einer Höchstgeschwindigkeit von 19,25 Knoten bis zu 1.000 Passagiere, 238 Personenwagen und 75 Anhänger befördern. Das Schiff wird im August 2023 in Dienst gestellt - und im Mai 2024 auf der Shippax Ferry Conference mit dem Shippax Award 2024 ausgezeichnet.

Das zweite Schiff ist ein 2.400 Tonnen schweres Hightech-Passagierschiff, das zum ersten Mal in Korea vier Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) miteinander verbindet: die Überwachung des mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Dual-Fuel-Motorsystems in Echtzeit; die Maximierung der Energieeffizienz des elektrische Antriebssystems mit einem Gleichstromnetz mit variabler Geschwindigkeit; ein intelligentes integriertes Steuersystem, um den elektrischen Antrieb mit verschiedenen Steuersystemen zu verbinden; sowie eine intelligente Lösung für die Führung beim An- und Ablegen und für die Fernsteuerung.

Die in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Ulsan und der Ulsan Information Industry Promotion Agency (UIPA) gebaute Ulsan Taehwa ist 89,1 m lang und 12,8 m breit und hat eine Kapazität von 300 Passagieren. Das Schiff verfügt über ein von der Korea Shipbuilding & Marine Engineering entwickeltes elektrisches Antriebssystem, welches das Schiff mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Knoten antreiben kann. Dabei kann es entweder vollständig mit der Batterie, mit dem LNG-betriebenen Motor oder in einem Hybridmodus betrieben werden, wobei die Batterie die Motoren ergänzt.

Die Ulsan Taehwa wird im November 2022 getauft, und der Testbetrieb soll bis Dezember abgeschlossen werden, damit das Schiff ab 2023 in Betrieb gehen und von der Stadt Ulsan aus touristische Fahrten entlang der koreanischen Küste unternehmen kann. Betreiber wird die KSS Marine Co. sein, eine Tochtergesellschaft der KSS Shipping Co. Die Baukosten für das Schiff beliefen sich auf rund 34 Mio. $, wobei die Stadt Ulsan rund 18 Mio. $ an staatlichen Mitteln beisteuerte.

Bei der Erprobung auf See ließ sich die Kraftstoffeffizienz durch eine optimale Motorsteuerung um 6 % verbessern, was wohl mit ein Grund dafür ist, daß die Elektroantriebslösung von Hyundai von der Consumer Technology Association mit dem CES 2023 Innovation Award ausgezeichnet wird.


Im November 2022 erscheint ein ungewöhnliches Solarelektroboot in den Blogs, bei dem es sich um eine aufblasbare, zweistöckige E-Katamaran-Party-Lounge handelt, die sich im Kofferraum eines größeren Fahrzeugs verstauen läßt, sobald die Luft abgelassen wird. Der Portless Catamaran der ungarischen Firma DDD Manufaktúra Kft. wird von einem kleinen elektrischen Außenborder angetrieben, der mit Hilfe eines flexiblen Solarpaneels auf dem Dach mit Strom versorgt wird.

Portless Catamaran

Portless
Catamaran

Die Geschichte der Portless-Boote begann im Jahr 2020, als der Gründer O. László die Idee eines tragbaren Bootes hatte, das überall auf dem Plattensee gelagert werden konnte. Bereits 2021 wurde basierend auf der robusten Konstruktion eines Rumpfes, wie er auch für aufblasbare Paddelbretter verwendet wird, in einer slowenischen Fabrik die erste Generation Portless Basic 450 hergestellt.

Im Jahr 2022 übernimmt das Team den gesamten Entwicklungs- und Herstellungsprozeß, gibt die bisherige Klebetechnik auf und geht zu einer haltbareren Schweißlösung über, wodurch sich die Lebensdauer der Produkte erhöht. Nach dem ersten Modell der 2. Generation namens Trinity wird ein geräumigeres Boot mit mehr Stauraum entwickelt, und dem DeLuxe bzw. DeLuxe II folgt mit dem Dinghy das bislang kompakteste Boot. Zudem wird Ende des Jahres die Portless International Inc. gegründet, die die gesamte Produktion und den Vertrieb von der DDD Manufaktúra Kft. übernimmt.

Der aktuell präsentierte Katamaran mit einem Gewicht von 120 kg entfaltet er sich zu einem 4,5 m langen Boot mit Ober- und Unterdeck, das sechs Personen Platz bietet. Er bietet 9 m2 Platz auf dem Hauptdeck, das vom Schatten des Oberdecks profitiert, und 3 m2 Platz auf dem Oberdeck selbst, das bis zu 160 kg tragen kann, über leiterähnliche Stufen in der inneren Seitenwand erreichbar und soll zum Sonnenbaden, Beobachten der Umgebung und für Sprünge ins Wasser genutzt werden.

Der Katamaran wird von einem 1 kW Elektroaußenbordmotor und einer 1,3 kWh Lithium-Polymer-Batterie angetrieben. DDD schätzt die Reichweite auf 30 km, aber bei genügend Sonnenschein kann das 200 W Solarpaneel das Boot einen ganzen Tag lang mit etwa 4 Knoten (7 km/h) in Bewegung halten. Ein integriertes Display zeigt die verbleibende Batterieleistung und andere wichtige Informationen an.

Das Wasserfahrzeug ist in zwei Versionen erhältlich: Die Standardversion besteht aus einem einteiligen Körper, der sich am einfachsten und schnellsten aufblasen läßt, während die zweite Version in vier Einzelteile zerlegt werden kann, die sich mit einem Reißverschluß zusammenfügen lassen. Letzteres erfordert eine zusätzliche Aufbauzeit von schätzungsweise 5 - 10 Minuten, reduziert aber das Gewicht der einzelnen Teile auf etwa 30 kg, was den Transport und die Handhabung erleichtert.

Die Preise, in denen eine elektrische Pumpe und eine Badeleiter enthalten sind, beginnen bei 11.920 € für den einteiligen Katamaran und 12.620 € für die vierteilige Version. Der 6 m lange und 350 kg schwere Deluxe, der standardmäßig mit einem Steuerrad und zwei Sitzen ausgestattet ist, wird für 22.900 € angeboten. Optional läßt er sich mit einem leistungsstärkeren 3 kW Elektroantrieb aufrüsten.

Im Januar 2025 wird auf der boot Düsseldorf die dritte Generation der Portless-Boote vorgestellt, während die vierte bereits für die bAusstellung des Folgejahres angekündigt wird. Die Namen der neuen Modelle lauten Lucy und Ranzang.


Kontextbezogen ist zu erwähnen, daß das von Patrick Sherwin im Jahr 2016 gegründete Unternehmen GoSun aus Cincinnati, das Solartechnologie zum Kochen, Aufladen oder für die Beleuchtung anbietet, im März 2023 mit dem Solar-Elektroboot Elcat ein sehr ähnliches Modell auf den Markt bringt.

Elcat

Elcat

Auch dieses Boot ist aufblasbar und besteht aus sechs Luftkammern, die mit einem Reißverschluß zusammengefügt werden und sich, nachdem die Luft abgelassen worden ist, leicht zusammenfalten lassen. Aufgeblasen ist das Boot 4,5 m lang, 2,5 m breit und 2,0 m hoch. Es wiegt 113 kg, bietet bis zu sechs Erwachsenen Platz und kann bis zu 600 kg tragen.

Das Elcat besitzt einen 1,3 kWh Lithium-Ionen-Akku, der an der Küste über das Stromnetz und unterwegs dank einer 200 W Solaranlage mit Strom versorgt wird. Die mitgelieferten Solarmodule lassen sich ausklappen und direkt an die Batterie anschließen. Mit dem 1,3 kW Elektromotor kann eine Geschwindigkeit von bis zu 10 km/h erreicht werden. Die verbleibende Reichweite des Akkus kann mittels eines Batteriemonitors festgestellt werden. Das Boot wird in Europa hergestellt, ist zertifiziert und kann für 12.999 $ erworben werden (später: 6.999 $).

 

Weiter mit den Elektro- und Solarschiffen... (Jahresübersicht 2023 in Arbeit)